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Drei Männer
Viele Menschen sitzen rund um eine Bühne auf einem Platz

Bredstedt als „Ort der Demokratie“ ausgezeichnet

Bredstedt. Die Stadt Bredstedt ist heute (16.07.) offiziell als „Ort der Demokratie“ gewürdigt worden. Im Rahmen eines Demokratiefestes auf dem Marktplatz übergaben Vertreter des Schleswig-Holsteinischen Landtages die Auszeichnung. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich bei Gesprächen, Mitmachangeboten und einem vielfältigen Programm mit Fragen von Demokratie, Mitwirkung und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinanderzusetzen.
Hintergrund der Auszeichnung ist die besondere Rolle Bredstedts in der Demokratiegeschichte Schleswig-Holsteins. Bereits im Jahr 1848 trat auf dem Bredstedter Marktplatz der Revolutionär Harro Harring auf und verband mit seiner Rede die Idee von Freiheit, Selbstbestimmung und politischer Teilhabe. Mit der Würdigung als „Ort der Demokratie“ wird diese historische Bedeutung nun sichtbar hervorgehoben.

Demokratie lebt vom Mitmachen

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand ein Gespräch mit Landtagsdirektor Prof. Dr. Utz Schliesky, Bürgermeister Christian Schmidt und Bürgervorsteher Henry Bohm. Dabei wurde deutlich, dass Demokratie nicht nur ein historisches Erbe, sondern auch ein fortwährender gesellschaftlicher Auftrag ist.
Prof. Schliesky betonte die Bedeutung des Projekts „Orte der Demokratie“ als Beitrag zur politischen Bildung und zum Austausch vor Ort. „Demokratie ist nichts Selbstverständliches. Sie wurde von früheren Generationen erkämpft – und sie lebt heute davon, dass wir miteinander sprechen, diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen“, sagte er. Ziel sei es, demokratische Geschichte im ganzen Land sichtbar zu machen und zugleich den Dialog mit den Menschen zu stärken.

„Anerkennung und Verpflichtung“

Bürgermeister Christian Schmidt bezeichnete die Auszeichnung als Anerkennung und Verpflichtung zugleich. „Dass Bredstedt als Ort der Demokratie ausgezeichnet wird, macht uns stolz. Gleichzeitig ist diese Würdigung für uns auch Verantwortung und Verpflichtung“, so Christian Schmidt. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck stünden, sei es wichtig, ihre Bedeutung immer wieder bewusst zu machen und aktiv für sie einzustehen.

Wichtige Rolle gesellschaftlichen Engagements

Auch Bürgervorsteher Henry Bohm hob die Rolle des gesellschaftlichen Engagements hervor. Demokratie zeige sich nicht nur in politischen Institutionen, sondern ganz konkret im täglichen Miteinander, im Ehrenamt, in Vereinen, in der Nachbarschaft und in öffentlichen Debatten. „Demokratie ist kein Zustand, sie ist eine gemeinsame Aufgabe“, betonte der Bürgervorsteher.

Sichtbares Zeichen am Marktplatz

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde die Stele als sichtbares Zeichen für Bredstedt als „Ort der Demokratie“ vorgestellt. Sie soll künftig dauerhaft an die geschichtliche Bedeutung des Ortes erinnern und damit in die Gegenwart wie in die Zukunft wirken. Ihr finaler Standort wird laut Bürgermeister Schmidt nahe der bereits vorhandenen „Harro Haring-Stele“ sein.

Mit dem Demokratiefest auf dem Marktplatz setzten Bredstedt und der Schleswig-Holsteinische Landtag ein Zeichen für Offenheit, Dialog und Beteiligung. Die Veranstaltung sollte verdeutlichen, dass Demokratie vor Ort lebt. Eben genau dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, miteinander ins Gespräch kommen und ihre Gemeinschaft aktiv mitgestalten.
 

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