Aktion: "Mehr Frauen in die Politik"

Claudia Weinbrandt / Ockholm

Claudia Weinbrandt

Claudia Weinbrandt, 65 Jahre, verheiratet, zwei Töchter und zwei Enkelkinder, gelernte Bürokauffrau, bis zur Geburt des ersten Kindes im Innendienst der Polizei tätig

Wie sind Sie zur Kommunalpolitik gekommen?

Ende der 1980er Jahre ging es in der Gemeinde ums Thema Kinderbeförderung. Damals, wie ja heute auch noch, besuchten Ockholms Kinder die Kita in Langenhorn. Als nun auch meine Töchter im Kindergartenalter waren, gab es Schwierigkeiten in Bezug auf die Beförderung. Einige Eltern taten sich zusammen, um das Thema in einer Sitzung der Gemeindevertretung anzusprechen. Diese Rolle fiel dann mir zu, was schließlich auch mein Interesse an der Arbeit in der Kommunalpolitik geweckt hat. Seit 1990 gehöre ich der Gemeindevertretung an und seit 1994 bin ich Bürgermeisterin Ockholms.

Was sind Ihre besonderen Interessengebiete?

Mir liegt das Wohl meiner Gemeinde und der Region insgesamt sehr am Herzen. Deshalb engagiere ich mich beispielsweise als Vorsitzende im Tourismusverein Bredstedt und Umgebung sowie bereits seit 2007 als Vorsteherin des Zweckverbands Schlüttsiel. Er wurde gegründet, um nach der Ämterfusion der Ämter Stollberg, Bredstedt-Land sowie der Stadt Bredstedt den logistischen wie touristischen Anlaufpunkt Schlüttsiel zu erhalten. Mit seinem Hafen dient er als Übergang zu den Halligen. Zudem erfährt der Standort eine starke Frequenz durch den Ausflugsverkehr nach Dagebüll. Dank Badestelle sowie Hotel-Restaurant ist Schlüttsiel darüber hinaus selbst ein touristischer „Hotspot“, den Erholungssuchende gern besuchen.   

Welches sind die schönen Seiten der Mitgestaltung?

Es ist schön, mit vielen verschiedenen Menschen Dinge für die Region zu bewegen.  Vor allem dann, wenn denn Projekte, die angeschoben wurden, erfolgreich umgesetzt sind.
Unsere Gemeindevertretung ist eine tolle Gruppe, die hervorragend zusammenarbeitet. Das weiß ich nicht zuletzt als Bürgermeisterin sehr zu schätzen.   Auch in hitzigeren Diskussionen respektieren wir einander und finden stets gemeinschaftlich eine Lösung. Für mich ist dies die Basis, weshalb mir meine langjährige Tätigkeit bis heute großen Spaß macht.

Sollten sich Ihrer Meinung nach mehr Frauen in die Politik einbringen?

Ich halte es für sehr wichtig, dass politische Gremien heterogen besetzt sind: mit Frauen und Männern, Jung und Alt sowie mit unterschiedlichen Biographien – so wie unsere Gesellschaft ja auch.

Was raten Sie interessierten Frauen, die in die Politik starten möchten, aber nicht recht wissen, was auf sie zukommt?

Sie sollten gern unsere Sitzungen besuchen und einen persönlichen Eindruck gewinnen, wie die Arbeit dort aussieht.

Porträts starker Frauen:

Stefanie Gondesen & Wiebke Knieper
> zum Porträt
Silvia Petersen
> zum Porträt
Helga Ziegler
> zum Porträt
Claudia Weinbrandt
> zum Porträt
Waltraut Schnoewitz
> zum Porträt
Birgit Lebeck-Kröning
> zum Porträt
Renate Thomsen
> zum Porträt
Birte Carstensen
> zum Porträt
Ilse Johanna Christiansen
> zum Porträt
Dörte Wendler, Maike Otto & Sabine Carstensen
> zum Porträt
Tanja Carstensen & Marit Rehder
> zum Porträt
Christina Weinbrandt
> zum Porträt
Anke Dethlefsen
> zum Porträt
Sabine Nahnsen
> zum Porträt