Willkommen im Amt Mittleres Nordfriesland

Staatssekretär zu Besuch im Sozialzentrum Mittleres Nordfriesland

Zu sehen ist ein Gruppenbild mit zehn Personen. In der Mitte ist der Staatssekretär.

Breklum. Das Sozialzentrum Mittleres Nordfriesland erhielt jüngst hohen Besuch aus der Landesregierung. Staatssekretär Tobias von der Heide vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus war dort zu Gast. Begrüßt wurde er von Amtsdirektor Dr. Bernd Meyer und Sozialzentrumsleiter Kim Jessen-Reimers.
Gemeinsam mit Mitarbeitern des Kreises Nordfriesland sowie Michael Lohmann von der IHK-Geschäftsstelle Nordfriesland informierten sie den Besucher über die Vorteile der Arbeitsvermittlung für Langzeitarbeitslose in kommunaler Hand. Diese sei geprägt von kurzen Entscheidungswegen und einer engen Verzahnung der Arbeitsvermittlung mit dem Jugendamt, der Eingliederungshilfe sowie der Schuldnerberatung. „Durch diese Bündelung sozialer Leistungen in einer Hand können wir unsere Klienten sehr unbürokratisch und effizient unterstützen“, erläuterte Christian Grelck, der Leiter des Fachbereiches Arbeit und Soziales der Kreisverwaltung, zu dem auch das Jobcenter in Breklum gehört.

Dialog mit Mitarbeitenden

Der Staatssekretär ließ sich durchs Haus führen und informierte sich in den unterschiedlichen Abteilungen über das jeweilige Arbeitsfeld. Finja Nissen berichtete beispielsweise vom Fallmanagement rund ums Thema Geflüchtete und den einhergehenden Herausforderungen sowie Lösungsansätzen bei der Überführung in den Arbeitsmarkt. Dirk Bölter vom Team Integration erläuterte dem Staatssekretär den Ablauf von der Aufnahme Geflüchteter, ihrer Unterbringung bis hin zu alltäglichen Hilfen. In der Leistungssachbearbeitung schilderte Niklas Hansen das Arbeitspensum rund um finanzielle Unterstützung. Kurzfristige Umzüge und weitere Änderungen in wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnissen Geflüchteter sorgten dort immer wieder für neue Antrags- und Bewilligungsabläufe, so Hansen.
Sprachkenntnisse am Arbeitsplatz verbessern
Breiten Raum nahm die Arbeitsvermittlung für Ukrainerinnen ein. Ihnen fehlten meist Deutschkenntnisse, hieß es. „Vielleicht sind wir in Deutschland auch einfach zu anspruchsvoll. In vielen Fällen kommen wir schon deutlich weiter, sobald die Geflüchteten einfaches Alltagsdeutsch verstehen und sprechen können. Wenn man am Fließband steht und einfache manuelle Tätigkeiten ausführt, reichen Grundkenntnisse erst einmal aus. Verbesserungen ergeben sich automatisch durch den Kontakt mit Deutschen am Arbeitsplatz“, erklärte Axel Scholz, der Leiter des Jobcenters Nordfriesland in der Kreisverwaltung.

Berufsbegleitende Kurse

Renate Fedde (Integrationsabteilung im Jobcenter NF) stellte die aktuellen Maßnahmen zur Förderung des Spracherwerbs vor. Wichtig sei es zu Beginn nur, die Tätigkeit und die Sicherheitsbestimmungen zu verstehen. Deshalb habe das Jobcenter Nordfriesland nun berufsbegleitende Sprachkurse organisiert.
Mit wachsenden Sprachkenntnissen könnten den Geflüchteten dann auch immer anspruchsvollere Aufgaben anvertraut werden. IHK-Vertreter Michael Lohmann bestärkte den Kreis in diesem Vorgehen: Sein pragmatisches Vorgehen komme den Bedürfnissen der Wirtschaft sehr entgegen.

Initiative gegen Fachkräftemagel

Staatssekretär Tobias von der Heide stellte seinerseits die Fachkräfte-Initiative Schleswig-Holstein „FISH“ vor. Sie solle dem Fachkräftemangel auf drei Arten begegnen: Zum einen werden Anreize geschaffen, um ältere Menschen länger im Berufsleben zu halten. Das zweite Ziel seien bessere Rahmenbedingungen für Frauen, die etwa wegen fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten nicht am Erwerbsleben teilnehmen könnten. Und zum dritten habe das Land ein Welcome-Center in Kiel eingerichtet, um die Arbeitsmigration zu fördern. „Wir brauchen zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland. Deshalb wollen wir Neuankömmlinge anwerben und hier dann umfassend betreuen und informieren. Sie sollen in Schleswig-Holstein nicht nur Arbeit, sondern eine Heimat finden“, unterstrich der Staatssekretär.

Insgesamt zeigte sich von der Heide bei seinem Besuch beeindruckt von der Stärke und Vielfalt des kommunalen Jobcenters NF. Für Kim Jessen-Reimers war es „ein gelungener Tag der trotz sehr eng gehaltenem Zeitfenster Möglichkeiten bot, viele interessante Themen auf Landesebene anzusprechen und wichtige Impulse von der Arbeitsebene ins Ministerium mitzugeben“.

 

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