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Corona Prävention: Kreis erlässt weitreichende Einschränkungen

Erstellt von Kreis NF/AMNF |

Husum. Der Kreis Nordfriesland schränkt den Besucherverkehr für die Kreisverwaltung bis auf Weiteres ein. Es wird gebeten, einzelne Anliegen über die Bürgerservice-Angebote auf der Internetseite www.nordfriesland.de oder per E-Mail (info@nordfriesland.de) mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erörtern.

„Alle Regelungen dienen als Vorsichtsmaßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Infektionsketten zu unterbrechen. Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen, aber momentan geht es leider nicht anders“, erklärt Landrat Florian Lorenzen

Besuche nur mit Termin

Sollte ein persönliches Gespräch erforderlich sein, muss zuvor ein Termin vereinbart werden. Alle üblichen Öffnungszeiten und Sprechstunden entfallen für die nächste Zeit.

Auch Außenstellen betroffen

Diese Regelung betrifft sämtliche Bereiche der Kreisverwaltung – auch die mit regem Publikumsverkehr wie die Zulassungs- und die Führerscheinstelle, die Ausländerbehörde und die Bauaufsicht. Sie gilt ebenso für sämtliche Außenstellen des Kreises in Husum und anderen Orten.

Bürgertelefone zu Corona + Kinderbetreuung

Das Bürgertelefon des Kreises für Fragen zum Thema Coronavirus ist montags bis sonntags von 8 bis 18 Uhr unter der Nr. 04841 67755 zu erreichen. Auf www.nordfriesland.de/corona hat die Verwaltung die Antworten auf häufig gestellte Fragen gebündelt hinterlegt.

Fragen zur Kinderbetreuung werden montags bis freitags von 6:30 bis 17 Uhr unter Tel. 04841 67464 beantwortet.

Telefonzentrale überlastet

Die Telefonanlage des Kreishauses ist auf 100 gleichzeitig stattfindende Anrufe ausgelegt. Aufgrund der starken Inanspruchnahme der beiden Hotlines ist die Zentralnummer 04841 670 in diesen Tagen häufig nicht erreichbar. Die Durchwahl-Nummern der einzelnen Fachdienste sind jedoch auch auf der Internetseite des Kreises zu finden.

Alle Sitzungen der kommunalpolitischen Gremien des Kreises werden für die nächste Zeit abgesagt.

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Allgemeinverfügungen des Kreises Nordfriesland

- Am 16. März hat der Kreis Nordfriesland nach Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein eine Allgemeinverfügung zum Verbot und zur Beschränkung von Angeboten in Kur- und Reha-Einrichtungen sowie in teilstationären Pflege-Einrichtungen auf dem Gebiet des Kreises Nordfriesland in Kraft gesetzt. Sie lässt sich hier einsehen: Link

- Am 15. März hat der Kreis Nordfriesland eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung von Kontakten in öffentlichen Bereichen erlassen. Sie gilt zunächst bis zum 19. April 2020.

Die wichtigsten Inhalte:

Rückkehrer aus Risikogebieten

Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Corona-Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet waren, dürfen 14 Tage lang keine Einrichtungen betreten, in denen überwiegend Kinder und Jugendliche oder Senioren betreut werden. Dazu zählen etwa Kitas, Kindertagespflegestellen, Schulen, Jugend- und Altenheime. Auch Krankenhäuser, Arztpraxen und andere medizinische Versorgungseinrichtungen dürfen sie nicht betreten – außer, wenn sie selbst behandlungsbedürftig sind.

»Um den Schutz der Bevölkerung so vollständig wie möglich zu gewährleisten, dürfen die Rückkehrer zudem überhaupt keine sonstigen öffentlichen Einrichtungen nutzen«, erklärt Landrat Florian Lorenzen. »Diese und die übrigen Bestimmungen unserer Allgemeinverfügung werden von den anderen Kreisen genauso in Kraft gesetzt. Diese Einheitlichkeit in ganz Schleswig-Holstein ist uns sehr wichtig«, unterstreicht der Verwaltungschef.

Schulen und Kitas

Der Schulunterricht sowie die Betreuung in Kindertagesstätten und Krippen fallen bis zum 19. April 2020 aus. Für alle Einrichtungen, auch die der dänischen Minderheit, gilt ein Betretungsverbot. Ausgenommen sind Angebote der Kindertagespflege mit maximal fünf Kindern an einem Standort.

„Da Eltern, die in besonders wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Kliniken und Supermärkten arbeiten, dort unentbehrlich sind, haben wir für ihre Kinder eine Notbetreuung organisiert. Sie findet in den Schulen und Kindertageseinrichtungen statt, in denen sich diese Kinder auch normalerweise aufhalten«, berichtet Daniel Thomsen, der Leiter des Fachbereiches Jugend, Familie und Bildung der Kreisverwaltung.

Werkstätten für behinderte Menschen

Geschlossen werden Werkstätten für Menschen mit Behinderungen außer für diejenigen, die den Besuch der Werkstatt als eine tagesstrukturierende Maßnahme benötigen. Die Entscheidung trifft die Einrichtungsleitung.

Krankenhäuser andere Kliniken, Pflegeheime Alle Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen – also auch die Reha-Kliniken, die sonst nicht in die akutmedizinische Versorgung einbezogen sind – sowie alle Behinderteneinrichtungen, Senioren- und Pflegeheime haben Maßnahmen zu ergreifen, um den Eintrag von Corona-Viren zu erschweren. Ihnen werden beispielsweise Besuchsverbote oder -einschränkungen auferlegt. Ihre Kantinen und Cafeterien dürfen nur noch vom eigenen Personal und den eigenen Bewohnern genutzt werden, aber nicht mehr von Besuchern.

Kliniken müssen planbare Aufnahmen reduzieren oder aussetzen, um die Aufnahmekapazitäten für mögliche Corona-Patienten zu sichern. Intensivstationen sollen ihre Beatmungskapazitäten erhöhen. Geriatrische Abteilungen nehmen nur noch sehr dringende Fälle neu auf. Bereits begonnene Behandlungen werden zuende geführt.

Öffentliche Veranstaltungen

Alle öffentlichen Veranstaltungen sind untersagt. »Wir empfehlen darüber hinaus, auch private Veranstaltungen wie Trauerfeiern, Beerdigungen und Hochzeiten zu verschieben oder abzusagen. Das ist hart, aber eine schnelle Ausbreitung des Corona-Virus träfe uns alle noch härter«, sagt Florian Lorenzen.

Erlaubt bleiben Veranstaltungen, die der Daseinsvorsorge oder der Versorgung der Bevölkerung dienen wie etwa Wochenmärkte. Demonstrationen können nach einer Einzelfallprüfung zugelassen werden.

Die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr und der Aufenthalt an einer Arbeitsstätte gelten nicht als Veranstaltung und werden nicht eingeschränkt.

Schließung von Gastronomiebetrieben

Folgende Einrichtungen und Angebote sind ab Montag, dem 16. März, um 0 Uhr zu schließen: Bars, Kneipen, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos, Museen, Dorfgemeinschaftshäuser, Fitness-Studios, Schwimmbäder, Saunen, Volkshochschulen, sonstige Bildungseinrichtungen, Freizeitparks, Jugendzentren, Campingplätze, Golfplätze, Spielhallen, Prostitutionsbetriebe.

Weiterhin offene Gastronomiebetriebe

Gaststätten und Restaurants – auch in Hotels – sowie Imbisse dürfen weiterhin öffnen. Sie müssen jedoch alle Besucher mit Kontaktdaten und Uhrzeit erfassen. »Wenn bei einem Patienten Corona diagnostiziert wird, rufen wir alle Personen an, die er bereits angesteckt haben könnte, und fordern sie auf, zwei Wochen lang zuhause zu bleiben. Hat er ein Restaurant besucht, brauchen wir deshalb die Besucherliste des betreffenden Tages«, erklärt Nina Rahder, die Leiterin des Fachbereiches Sicherheit, Gesundheit und Veterinärwesen des Kreises.

Außerdem muss zwischen besetzten Tischen ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden, und höchstens 50 Prozent der für den Raum zugelassenen Gästeanzahl darf gleichzeitig anwesend sein.

Auch Bibliotheken und Büchereien müssen die Kontaktdaten aller Besucher notieren.

Fitness-Studios, Schwimmbäder und andere Einrichtungen in Hotels bleiben geöffnet, stehen aber nur noch den Hotelgästen zur Verfügung. Auch Restaurants und Bars in Hotels dürfen nur noch Übernachtungsgäste bedienen.

Einkaufszentren und große Möbelhäuser

Große Einrichtungshäuser, Einkaufszentren und Einrichtungen, die mehr als 15 einzelne Geschäftsbetriebe umfassen, dürfen öffnen, müssen aber unverzüglich ein Präventionskonzept erarbeiten. Es muss eine maximale Besucherzahl vorsehen und sicherstellen, dass zwischen den Kunden ein grundsätzlich möglicher Mindestabstand von zwei Metern gewahrt werden kann. Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Apotheken und Drogerien werden keinen Begrenzungen der Besucherzahlen unterworfen. Die Präventionskonzepte sind mit dem Gesundheitsamt des Kreises abzustimmen.

Höchste Selbstdisziplin ist gefordert

»Nicht nur in Nordfriesland, sondern in ganz Deutschland, ja weltweit stehen wir vor einer Situation, die wir so noch nie erleben mussten. Da der SARS-CoV-2-Virus sich sehr schnell ausbreitet, müssen wir jetzt sehr schnell handeln und vor allem den Abstand zwischen den Menschen erhöhen. Je mehr Menschen in einem Raum zusammenkommen, desto höher ist die Ansteckungsgefahr. Die nächsten Wochen und Monate fordern von uns allen höchste Selbstdisziplin. Doch nur, wenn wir das schaffen, gelingt es uns, die Verbreitung von Corona zu verlangsamen«, unterstreicht Landrat Florian Lorenzen.

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Bürgerinnen und Bürger können sich umfassend informieren:

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert auf Seiner Seite rund um das Corona-Virus: Link 
Zudem wurde vom  Ministerium eine Bürger-Hotline eingerichtet:
Tel.: 030 346 465 100

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt ebenfalls Infos: Link

Auch das Universitätsklinikum Berlin, die Charité, hat hilfreiche Infos zusammengefasst: Link

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