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Corona Prävention: allgemeingültige Regeln für die Öffentlichkeit

Erstellt von AMNF |

Husum/Bredstedt. Seit dem 17. März gilt im Kreis Nordfriesland eine Allgemeinverfügung, mit der der ein Landeserlass (gültig ab 17. März bis zunächst 19. April) umsetzt wird. Darin werden - im Vergleich zum vorher gültigen Erlass - unter anderem Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten sowie Details zu Schulschließungen, Kinderbetreuung, Krankenhäusern und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ergänzt. Der Kreis Nordfriesland fasst diesen Erlass wie folgt zusammen:

Private Veranstaltungen

Neu ist, dass ab sofort auch private Veranstaltungen wie zum Beispiel Hochzeiten, Trauerfeiern und vergleichbare Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 50 Personen untersagt sind. Der Kreis empfiehlt, alle privaten Veranstaltungen zu verschieben oder abzusagen.

Wer muss schließen?

Neu ist außerdem, dass nun präzisiert wird, welche Einrichtungen nach dem Willen des Landes und des Kreises geschlossen werden müssen. Das sind »vor allem«, wie es in der Allgemeinverfügung heißt:

• Saunen, Sonnenstudios,
• kosmetische Fußpflege-, Körperpflege- und Kosmetiksalons
• Physio- und Massagepraxen (Ausnahme: medizinisch gebotene Behandlungen; eine ärztliche Verordnung ist hierfür vorzulegen)
• Angebote in Volkshochschulen, in Musikschulen, in sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen,
• Bibliotheken,
• Fahrschulen (theoretischer und praktischer Unterricht),
• kommerziell organisierte Reiseveranstaltungen in Bussen und auf Schiffen,
• Wohnmobilstellplätze, Campingplätze (soweit nicht als erster Wohnsitz genutzt) und Sportboothäfen,
• Seniorentagesbetreuungsangebote und vergleichbare Freizeitangebote für Senioren,
• Jugendzentren und vergleichbare Freizeitangebote für Jugendliche,
• Geburtsvorbereitungskurse und Eltern und Kind-Freizeitangebote,
• Spiel-, Boule- und Minigolfplätze,
• Indoorspielflächen, Jumphäuser und vergleichbare Einrichtungen,
• Reit-, Tennis- oder Golf/Swin-Golfunterricht,
• Hundeschulen und Hundeausbildungsplätze,
• Swingerclubs und vergleichbare Einrichtungen.

Handwerker arbeiten weiter

Laut der Landesverordnung vom 17. März können Handwerker und Dienstleister ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen, aber zahlreiche Verkaufsstellen des Einzelhandels müssen schließen. Nun gibt es folgende ergänzende Bestimmungen:

Werden in einem Ladengeschäft sowohl Handwerksleistungen oder Dienstleistungen erbracht als auch eine Verkaufsstelle des Einzelhandels betrieben (z.B. Autohaus mit Werkstatt) bezieht sich das Verbot ausschließlich auf die Verkaufsstelle, die Werkstatt kann weiterarbeiten.

Kein Ladengeschäft ohne Präventionsmaßnahmen

Die Tätigkeit als Handwerker und Dienstleister in einem Ladengeschäft setzt jedoch die Erstellung eines Präventionskonzepts mit einer maximalen Besucherzahl voraus. Die Betriebe müssen alle Kunden mit Kontaktdaten registrieren und ausreichende Möglichkeiten zur Händehygiene bereitstellen.

Lebensmittelversorgung ist gesichert

Eine letzte Präzisierung: Einzelhandelsbetriebe können geöffnet bleiben, wenn über die Hälfte ihrer Verkaufsfläche Lebensmitteln vorbehalten ist. Überwiegt der Non-Food-Bereich, müssen sie schließen.

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Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 19. April 2020. Eine Verlängerung ist möglich. Sie ist im Amtsblatt Nr. 18 unter www.nordfriesland.de/amtsblatt nachzulesen.

Verordnungen und Erlasse der Landesregierung Schleswig-Holstein zum Umgang mit SARS-CoV-2:

Link zur Homepage der Landesregierung

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