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Bildungskonferenz: Die Stärken in sich selbst entdeckt

Erstellt von F. Middendorf |

Breklum. Vorträge, Workshops, reichlich Bewegung und viel Raum zum gemeinsamen Austausch bot die Bildungskonferenz 2018 ihren Teilnehmenden. Erneut mehr als 200 Frauen und Männer aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus hatten sich auf den Weg nach Breklum gemacht.  Der große Andrang bewies einmal mehr, dass die Themen der Konferenz - organisiert vom Netzwerk Bildung Nord mit der AktivRegion Nordfriesland Nord -  Menschen berühren.

In diesem Jahr drehte sich im Christian-Jensen-Kolleg (CJK) alles um das Rüstzeug Erwachsener, die Kinder und Jugendliche begleiten. Angesprochen waren dabei Eltern, die erweiterte Familie sowie Pädagogen/innen in den unterschiedlichsten Institutionen von Krippe und Kita bis hin zur Schule und darüber hinaus. Was benötigen diese um „stark“ zu sein? Was benötigen sie um Kindern gut zu tun?

Gesellschaftlicher Wandel stellt neue Herausforderungen

Zu Beginn waren einige Zitate zu hören, in denen junge Menschen vom Kindergartenalter bis knapp über 20 Jahre aussprachen, wie Erwachsene aus ihrer Sicht sein müssten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese positiv zugewandt, interessiert, zuverlässig, Halt gebend und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehend sein sollten. Dies sei erstrebenswert und könne dennoch herausfordernd sein, erläuterte Rose Volz-Schmidt, Gründerin des Sozialunternehmens „wellcome“, in ihrem Impulsvortrag.

Die Gesellschaft habe sich in den zurückliegenden Jahrzehnten deutlich gewandelt. „Was früher so selbstverständlich über die Großfamilie oder die Nachbarschaft im Dorf möglich war, müssen heute Mütter und Väter vielfach allein bewerkstelligen“, so die Fachfrau. Auch die vielen unterschiedlichen Lebensmodelle der Gegenwart machten andere Hilfestellungen nötig, als beispielsweise in der 1950er Jahren. „Berufstätigkeit von Mann und Frau, Müttern und Vätern oder auch die vielen Alleinerziehenden sind da nur einige Beispiele“, so Volz-Schmidt. Familienzentren, Mehr-Generationen-Wohnprojekte, das Vernetzen von Eltern untereinander, der Ausbau von Ganztagsangeboten in Kita und Schule seien an dieser Stelle einige Lösungsansätze. 

Der Weg zu den inneren Kraftquellen

Die zweite Referentin, Ananda Ulrike Best, griff das Thema auf. Die Leiterin der Heilpraktik-Schule „ascendium“ ermunterte ihre Zuhörer/innen, sich die eigenen Stärken vor Augen zu führen. Sich selbst zu akzeptieren und zu lieben, sei eine gute Basis, um mit offenem Herzen, positiv und stark auf andere Menschen zuzugehen. „Dabei stehen wir uns oft selbst im Weg, sind selbst unsere größten Kritiker, reiben uns wochenlang an vermeintlichen Fehlern auf“, so Best. Anzunehmen was ist, negative Gedankenspiralen zu vermeiden, sich vielmehr Inseln der inneren Entspannung zu schaffen, waren einige Tipps in Richtung der Zuhörenden. Am Beispiel, wie man sich durch ruhiges und bewusstes Atmen selbst in Ruhe und Wohlbefinden bringt, zeigte Best, dass sich die Suche nach inneren Kraftquellen auch ganz leicht anfühlen kann. 

Workshops und vertiefende Gesprächsrunden

Die stets besondere Stimmung der Bildungskonferenz spiegelte sich auch im Anschluss an die Vorträge wider.  Unter anderem im Garten des CJK bildeten sich unterschiedliche Workshop-Gruppen, die Teilnehmenden kamen in Bewegung: Open Air-Yoga bot Nike Boldt an. Susanne Kunsmann rief die Teilnehmenden auf einer Wiese zum „Spielen mit Herz und Verstand“ auf - sie hatten sichtlich großen Spaß. Nebenan holte der Klixbüller Pastor, Jens-Uwe Albrecht, seine Gitarre heraus und lud zum Singen ein. Dem wurde gern und lautstark nachgekommen. Bodypercussion (TaKeTiNa) mit Jesko Meyer und Daniela Müller, freies Schreiben oder auch vertiefende Gespräche in kleinerer Runde mit den beiden Referentinnen fanden ebenfalls guten Zulauf.

Das Organisationsteam um Susanne Kunsmann, Tanja Denecke-Petersen, Carla Kresel, Vera Hesse und Edeltraut Damani erhielt viele positive Rückmeldungen. Die Bildungskonferenz begeisterte demnach mit einer guten Balance zwischen Input und Mitmachen sowie vielen wertvollen Impulsen für Leben und Arbeit der Teilnehmenden.

 

 

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