Willkommen im Amt Mittleres Nordfriesland

Ab August fährt der Rufbus durchs Mittlere Nordfriesland

Bredstedt. Zum 01. August wird es auch im Amtsgebiet Mittleres Nordfriesland ein Rufbus-System geben. Es ist Teil des Nahverkehrskonzeptes des Kreises Nordfriesland, das darauf abzielt, mehr Angebote in die Fläche zu bringen. Davon profitieren unter anderem sehr ländliche Gebiete, die abseits der Schülerbeförderung bislang nur wenige regelmäßige Angebote des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) erhalten.

Busverbindung im Zwei-Stunden-Takt

An Schultagen fährt der Rufbus als Ergänzung und Lückenschluss zwischen den Zeiten der Schülerbeförderung. Dadurch gibt es ab frühmorgens bis zum Abend spätestens alle zwei Stunden ein Fahrtangebot. An Wochenenden und in den Schulferien soll der Rufbus ebenfalls zweistündlich verkehren. Laut bisherigen Planungen startet er dann in der Zeit zwischen 6 und 8 Uhr und fährt bis etwa 19 Uhr.
Fahrgäste erreichen auf diesem Weg Ziele in der Region, das nächstgelegene Versorgungszentrum oder beispielsweise die Bahnhöfe in Bredstedt oder Langenhorn, um dort etwa einen Anschlusszug zu besteigen.

Moderate Fahrkarten-Preise

Die Ticketpreise richten sich nach dem S-H Tarif. Aktuell bedeutet dies für die Einzelfahrkarte 2,30 Euro. Etwas günstigere Mehrfachfahrkarten sind ebenfalls im Angebot, beispielsweise 8,20 Euro für vier Fahrten. Kinder bis zu 14 Jahren zahlen lediglich 1,40 Euro für die Einzelkarte. Durch geplante Tarifanpassungen im Cent-Bereich verändert sich Preis bis August vermutlich auch in den Rufbus-Gebieten des Mittleren Nordfrieesland.
Zu diesem und weiteren Themen rund um den Rufbus legt der Kreis Nordfriesland rechtzeitig zum Start Infoflyer und Fahrplanbücher auf, die selbstverständlich auch online einsehbar sein werden.
Die Busse selbst sind zumeist Achtsitzer. Sie bieten ausreichend Platz für Kinderwagen oder etwa einen Rollstuhl. Der Einstieg ist auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste problemlos möglich.

Bestellung per Telefon

Wer mit dem Rufbus fahren möchte, muss mindestens eine Stunde vor der im Fahrplan angebotenen Tour die Buchungs-Hotline anrufen. Dort werden Zustiegs- und Zielhaltestelle genannt. „Rechtzeitig vor Fahrtantritt erhalten sie eine Rückmeldung mit der konkreten Abfahrts-Uhrzeit“, erläutert Momme Zuppelli, Verkehrsexperte beim Kreis Nordfriesland. „Der Bus fährt immer, egal wie viele Personen sich anmelden.“ Doch anders als ein Linienbus, fahre der Rufbus nur die Haltepunkte an, die vorbestellt wurden. „Auf diese Weise kann der Rufbus ein größeres Gebiet als ein Linienbus erschließen und die Fahrtroute individuell festlegen“, erläutert Zuppelli weiter. Im Bus selbst könne man dann auch den Termin für die mögliche Rücktour vereinbaren.

Drei Rufbus-Regionen im Mittleren Nordfriesland

Das Rufbus-System teilt das Mittlere Nordfriesland in drei Gebiete ein, die auf die jeweiligen Versorgungszentren ausgerichtet sind:

Rufbusgebiet Bredstedt: es umfasst neben Bredstedt die Gemeinden Ahrenshöft, Almdorf, Breklum, Bohmstedt, Bordelum, Drelsdorf, Reußenköge, Struckum, Sönnebüll sowie Vollstedt. Die Rufbuslinie richtet sich im Fahrplan an der Regionalbahn RE 6 mit dem Haltepunkt Bahnhof Bredstedt aus sowie an der Buslinie R120 von und nach Husum.

Rufbusgebiet Langenhorn: es umfasst die Langenhorner Ortsteile sowie die
Gemeinden Bargum, Lütjenholm und Ockholm. Diese Rufbuslinie richtet sich ebenfalls an der Erreichbarkeit der Regionalbahn RE 6 aus, allerdings von und nach Niebüll mit dem Haltepunkt Bahnhof Langenhorn.

Rufbusgebiet Joldelund: es umfasst neben Joldelund die Gemeinden Goldelund, Goldebek, Högel sowie Kolkerheide. Diese Rufbuslinie richtet sich an der Erreichbarkeit der Buslinie R125 von und nach Bredstedt aus, mit dem Haltepunkt Gastwirtschaft Joldelund.

Die ausgeschilderten Haltestellen des Rufbusses entsprechen den bereits bestehenden Linien. Je nach Bedarf können im Lauf der Zeit weitere Haltepunkte hinzukommen, dafür werden zunächst erste Erfahrungen benötigt, heißt es vom Kreis. Darüber hinaus nutzt man bereits Info-Veranstaltungen, wie jüngst im Mittleren Nordfriesland, um von Ortskundigen bedarfsgerechte Vorschläge zu erhalten. Breits im Herbst soll es eine erste Evaluation geben.

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