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#mobilwandel2035: weitere Fördergelder des Bundes für BBSV-Projekt

Bredstedt. Die Stadt Bredstedt und die zugehörigen Kooperationsraum-Gemeinden Breklum, Struckum sowie Vollstedt (BBSV) können sich auf weitere Fördergelder des Bundesumweltministeriums (BMUV) freuen.  Mit dem Projekt „Smarte Nachbarschaft für die Mobilität der Zukunft“ (SMARNA) ist der Kooperationsraum jüngst in die zweite Phase des Wettbewerbs #mobilwandel2035 eingetreten. Wie zwei weitere Kommunen (Schwerin, Burgwedel) sowie zwei Forschungsinstitute (Universität Kassel, Fraunhofer Institut) kann der BBSV nun seine bisher erdachten Ideen für eine nachhaltige Mobilität modellhaft weiterentwickeln.

Umweltministerin vergibt insgesamt 3,75 Millionen Euro

Auf Einladung von Bundesumweltministerin Steffi Lemke waren die Teilnehmenden jüngst nach Berlin gereist, um dort ihre Auszeichnungen entgegenzunehmen. Die fünf Projekte werden in den kommenden zwei Jahren vom BMUV mit insgesamt 3,75 Millionen Euro gefördert. Für den Kooperationsraum BBSV bedeutet dies, die Chance auf rund 800.000 Euro Fördergeld, bei einer Eigenbeteiligung von ca. 90.000 Euro. Ein entsprechender Antrag geht nun in die Vorbereitung.

Bürgermeister Christian Schmidt: „Es ist ein großartiger Erfolg für unsere ländliche Region. Ich bedanke mich im Namen der beteiligten Gemeinden bei allen Teammitgliedern, Unternehmen, Stakeholdern und weiteren Unterstützern, die schon in der ersten Wettbewerbsphase erfolgreich an unserm Gemeinschaftsprojekt mitgewirkt haben.“

Von der Idee ins Handeln kommen

Der Kooperationsraum hat jetzt die Möglichkeit, von der Planung ins Handeln zu kommen und erste Ideen zunächst modellhaft umzusetzen. Ein geplantes Projekt ist beispielsweise die Einrichtung eines regionalen Flottenmanagements. Es soll gezeigt werden, ob es möglich ist, mit unterschiedlichen Partnern (z.B. größere Arbeitgeber, Dörpsmobil-Vereine) einen gemeinsamen Fuhrpark aufzubauen und die Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Etwa an Wochenenden oder zu Bürozeiten, wenn Betriebsfahrzeuge nicht genutzt werden. Ziel dabei ist, die Abhängigkeit vom eigenen Pkw zu reduzieren und einen wichtigen Beitrag für klimafreundliche und soziale Mobilität zu leisten.

Planungen für den Bahnhof in Bredstedt als zentrale Mobilitätsdrehscheibe zielen ebenfalls darauf ab, die Mobilität in der Region zu verbessern. Hier könnte der ÖPNV mit dem regionalen Flottenmanagement und weiteren Mobilitätsangeboten (Rufbus, Car-Sharing, Bike Sharing, …) verbunden werden. Um den Zugriff für Bürgerinnen und Bürger als Nutzende möglichst einfach und praktikabel zu gestaltet, sollen die verschiedenen Angebote via Telefon und/oder App abrufbar sein.

Mit einer umfassenden Kommunikationsstrategie sowie einer hauptamtlichen Projektbegleitung soll die aktive Bürgerinnen- und Akteursbeteiligung erleichtert werden. Ihr kommt, wie schon in der ersten Projektphase, große Bedeutung zu, erläutert Breklums Bürgermeister, Claus Lass: „Nur gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern können wir weitere guten Ideen entwickeln und umsetzen.“ Im Blick hat Lass dabei auch die Ortmittengestaltung der vier BBSV-Kommunen. Sie sollen ebenfalls vom Projekt profitieren, so Lass.

Der Wettbewerb #mobilwandel2035

Den Wettbewerb „#mobilwandel2035 - Zukunftswettbewerb nachhaltige Mobilität hat das BMUV“ Mitte 2020 ins Leben gerufen, um Ideen für eine ökologisch sowie sozial nachhaltige Mobilität der Zukunft zu fördern. In der nun abgeschlossenen ersten Phase stand bei zehn Projekten die Erarbeitung von so genannten Zielbildern im Mittelpunkt, die den Ausblick auf eine aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes angestrebte Mobilität im Jahr 2035 aufzeigen sollen. Aus den zehn wurden jetzt fünf Projekte ausgewählt, bei denen in den kommenden zwei Jahren erste Schritte der Umsetzung des Zielbildes unterstützt werden sollen.

Projektwebsite: www.smarter-marktplatz-bredstedt.de

 

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