Willkommen im Amt Mittleres Nordfriesland

Den Mobilwandel gestalten: Mit der Gondel von Breklum nach Sylt?

Bredstedt. Ein Fahrradweg von Bredstedt nach Niebüll, CarSharing-Angebote für Ortsteile oder eben die Gondel von Breklum nach Sylt - es durfte geträumt werden beim Treffen von rund 25 Gemeindevertreter:innen am Dienstagabend (07.09.) in der Aula der Gemeinschaftsschule in Bredstedt.

Eingeladen hatte der „Kooperationsraum BBSV“, ein Zusammenschluss der vier Orte Breklum, Bredstedt, Struckum und Vollstedt, der ins Leben gerufen wurde, um gemeinsam Projekte umzusetzen, die eine Gemeinde allein nicht stemmen könnte.

Projekt vom BMU gefördert

Als erstes haben sich die Kooperationspartner nun auf den Weg gemacht, die Mobilität in der ländlichen Region des Amts Amt Mittleres Nordfriesland zu revolutionieren. "Smarter Marktplatz Mobilität" heißt das Projekt, für das Mittel aus dem Fördertopf „#mobilwandel 2035" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) eingeworben wurden.

Mobilität als Querschnittsthema

Christian Schmidt, Bürgermeister von Bredstedt: "Den klassischen Marktplatz früherer Zeiten gibt es so nicht mehr. Aber seine einzelnen Funktionen wie Kommunikation, Austausch, Handel und eben auch Mobilität sind wichtiger denn je. Dabei ist gerade Mobilität ein Querschnittsthema, das in Bereiche wie Nahversorgung, Wohnen, Arbeiten oder Gesundheit wirkt. Der smarte Markplatz Mobilität steht stellvertretend für neue Lösungen, mit denen wir das Leben im ländlichen Raum für seine Bewohner:innen besser und nachhaltiger gestalten wollen."

Homeoffice und Co-Working

Dazu kann auch Mobilitätsvermeidung gehören, weiß Breklums Bürgermeister und Sprecher des Kooperationsraums Claus Lass. „Durch Corona ist nicht nur das Arbeiten im Homeoffice in Mode gekommen, sondern auch das so genannte Co-Working. Hier treffen sich Mitarbeitende verschiedener Unternehmen in Räumlichkeiten, die von W-LAN über Besprechungsräume, Kaffee und Schreibtische alles bieten, was für die Büroarbeit wichtig ist. Für Menschen, die gerne am Wohnort arbeiten möchten, aber kein eigenes Arbeitszimmer haben, könnte das eine gute Lösung sein. Und es erspart das Pendeln zum weiter entfernen Arbeitsort.“

Auch „verrückte“ Gedanken willkommen

In der Auftaktveranstaltung waren die Gemeindevertreter:innen aufgerufen, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen. „Stellen Sie sich vor, Sie haben fünf Millionen Euro zur Verfügung. Was tun Sie damit für die Mobilität im Kooperationsraum?“ lautete die Frage. So entstanden die ersten Ideen, zu denen unter anderen die der erwähnten Gondel gehörte. „Auch Ideen, die auf den ersten Blick ein bisschen spinnert wirken, sind willkommen. Manchmal inspiriert ein verrückter Gedanke zu einem umsetzbaren Projekt, und danach suchen wir hier.“, erläutert Peter Schottes von der Eisenschmidt Consulting Crew aus Kiel, die das Projekt begleitet.

Derzeit befindet sich eine Projektwebsite im Aufbau. Darüber und über die Sozialen Netzwerke wird das Projekt künftig beworben. Auf der Website können dann beispielsweise auch Projektvorschläge eingereicht werden.

Einladung zur „Zukunftswerkstatt Mobilität“

Für Sonnabend, 25. September, lädt das Projekt zu einer öffentlichen „Zukunftswerkstatt Mobilität“ ein. Diese findet in der Zeot von 10 bis 16 Uhr im Christian-Jensen-Kolleg, Kirchenstraße 4 in Breklum, statt. Soweit die Pandemiebedingungen es zulassen, sollen bis zu 100 Menschen aus den beteiligten Orten zusammenkommen, in kleinen Arbeitsgruppen über ihre Mobilitätsbedürfnisse sprechen und Projektideen entwickeln. Aus diesen werden dann in den kommenden Monaten konkrete Vorhaben entwickelt, die mit weiteren Fördermitteln umgesetzt werden sollen.

Ab sofort Anmeldungen möglich

Interessierte melden sich bitte ab sofort unter dem Stichwort „Smarter Marktplatz Mobilität“ bei Felix Middendorf von der Amtsverwaltung an. E-Mail: f.middendorf@amnf.de; Telefon: 0 46 71 / 91 92 31.

 

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